Vorsicht vor gefälschten E-Mails: Aktuelle Phishing-Welle im Namen von ELSTER und Finanzamt

Achtung bei verdächtigen E-Mails! Derzeit sind wieder vermehrt gefälschte E-Mails und Nachrichten im Umlauf, die vorgeben, von der Steuerverwaltung, dem Finanzamt oder dem Portal ELSTER zu stammen. Betrüger versuchen damit, an sensible persönliche Daten oder Bankverbindungen von Steuerzahlern zu gelangen.

Welche Maschen werden aktuell genutzt?

  1. Angebliche Steuererstattungen: In den E-Mails wird versprochen, dass eine Steuerrückzahlung bereitstehe. Um das Geld zu erhalten, soll man innerhalb weniger Tage einen Link anklicken und seine Daten verifizieren.

  2. Aufforderung zur Datenaktualisierung: Betroffene werden aufgefordert, ihr ELSTER-Konto zu aktualisieren, Zugangsdaten zu bestätigen oder Bankverbindungen einzugeben, da die Steuererklärung sonst nicht verarbeitet werden könne.

  3. Schädliche Anhänge: Manchmal enthalten die Mails angebliche Steuerbescheide oder Prüfungsmitteilungen als Dateianhang (z. B. PDF- oder ZIP-Dateien), die beim Öffnen Schadsoftware auf den Computer laden.

Wichtig zu wissen: Wie die Steuerverwaltung wirklich kommuniziert

Um echte Hinweise von Betrugsversuchen zu unterscheiden, helfen folgende Grundregeln:

  • Keine vertraulichen Daten per E-Mail: Die Finanzverwaltung sendet per E-Mail ausschließlich reine Benachrichtigungen (z. B. den Hinweis, dass eine Nachricht im ELSTER-Postfach bereitliegt).

  • Keine Abfrage von Banking-Daten: Weder ELSTER noch das Finanzamt werden Sie jemals per E-Mail auffordern, PINs, Passwörter, Kreditkartennummern oder Bankdaten auf einer Website einzugeben.

  • Keine Auszahlungslinks: Steuerrückzahlungen werden nie über das Anklicken eines E-Mail-Links veranlasst.

So verhalten Sie sich richtig:

  1. Klicken Sie auf keine Links in verdächtigen E-Mails und öffnen Sie keine Anhänge.

  2. Rufen Sie ELSTER direkt auf: Wenn Sie unsicher sind, tippen Sie www.elster.de selbst in Ihren Browser ein und melden Sie sich dort in Ihrem gewohnten Benutzerkonto an. Nachrichten der Finanzbehörden liegen ausschließlich im dortigen Postfach.

  3. Im Zweifel nachfragen: Sollten Sie eine ungewöhnliche Nachricht erhalten, wenden Sie sich bitte direkt an uns oder an Ihr zuständiges Finanzamt, bevor Sie reagieren.

Haben Sie bereits Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben? Sperren Sie in diesem Fall umgehend Ihre Bankkarte/Zugänge (z. B. über den Sperr-Notruf 116 116), ändern Sie Ihre Passwörter und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Bei weiteren Fragen steht Ihnen der Lohnsteuerhilfeverein Leinefelde-Worbis e.V. jederzeit sehr gern zur Verfügung.

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